Von Errol
2014-05-25 06:51:20
Nachhaltige Trendwende beim Euro/Dollar wird die Blase endgültig zum Platzen bringen – Setzen Sie jetzt auf Gold

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Liebe Leser,

der Tanz auf dem Vulkan geht in die letzte Runde. Ich hoffe, Sie werden sich später einmal an meine Worte erinnern. Denn von der Öffentlichkeit fast unbemerkt, kam es am Donnerstag, den 8. Mai 2014 bei dem Währungspaar Euro/Dollar zu einer charttechnisch beeindruckend dynamischen Trendwende. Wie Sie auf dem Chart nachvollziehen können, stieg der Euro an diesem Tag zunächst auf ein neues Jahreshoch, wobei er die eingezeichnete obere Widerstandslinie durchbrach. Was zunächst nach einem Ausbruch nach oben aussah, entpuppte sich dann aber als eine perfekte Euro-Bullenfalle der EZB.

Diese 4 Gründe sprechen für eine Trendwende:

Als nämlich bekannt wurde, dass die Herren der EU-Gelddruckmaschine auf ihrer Ratssitzung keine Zinssenkung beschlossen hatten, stieg der Euro zunächst auf knapp 1,40 $ an. Kurz darauf lief dann jedoch das Draghi-Zitat über die Ticker, dass die EZB im Juni handeln werde, wenn das notwendig sei. Prompt folgte die Trendwende an den Devisenmärkten.


Euro/Dollar, Momentum-Oszillator, 2013 bis 2014

Eine dynamische Trendwende in Kombination mit negativen Divergenzen und einem Verkaufssignal des PMO signalisieren einen fallenden Euro.
Quelle: StockCharts.com


1. Grund für Trendwende: Zinssenkung im Euroraum wird immer wahrscheinlicher …

Ich weiß natürlich nicht, was Draghi und seine Gelddrucker-Gang auf ihrer Juni-Sitzung beschließen werden. Andere, dem EZB-Personal näherstehende Analysten, Händler, Investmentbanker und Bankmanager wissen diesbezüglich vielleicht mehr. Wie auch immer dem sei, seitens der bestens vernetzten Deutschen Bank wurden die jüngsten Draghi-Äußerungen folgendermaßen kommentiert: Wenn die EZB im Juni nicht handele, dann würde sie ihre Glaubwürdigkeit komplett zerstören.

… wenn man Draghi und Co. glauben könnte

Zugegebenermaßen habe ich keinen blassen Schimmer, von welcher Glaubwürdigkeit die Deutsche Bank-Analysten hier reden. Schließlich ist die EZB das Herzstück des unseligen Euro-Experiments, das ja längst vorüber wäre, wenn die Verträge eingehalten worden wären, auf denen die Euro-Einführung einst basierte. Von Glaubwürdigkeit kann hier also gar keine Rede sein.

Außerdem erinnere ich in diesem Zusammenhang an die bezeichnenden Worte des damaligen Euro-Gruppenchefs Jean-Claude Juncker, mit denen er die ethische Grundhaltung der EU-Elite im April 2011 auf den Punkt brachte: „Wenn es ernst wird, muss man lügen!“ Und ernst ist die Lage unbestritten, sehr ernst sogar. Das weiß auch Mario Draghi ganz genau.

2. Grund für Trendwende: Die geldpolitische Wende in den USA

Aber aus fundamentaler Sicht gibt es auch ohne neue geldpolitische Lockerungen der EZB längst einen guten Grund für eine nachhaltige Trendwende von Euro/Dollar: Die geldpolitische Wende in den USA. Die US-Zentralbankbürokraten haben ja bereits zum Jahreswechsel mit einer Straffung ihrer Geldpolitik begonnen. Sie haben ihre Anleihenkäufe mit Geld, das nur für diesen Zweck neu geschaffen wird, seither bereits von 85 Mrd. Dollar pro Monat auf derzeit 45 Mrd. Dollar reduziert und weitere Schritte angekündigt. Das sollte bereits genügen, um den maroden Euro unter Druck zu setzen, zumal die europäische Staatsschuldenmisere nicht gelöst ist und früher oder später wieder für massive Turbulenzen sorgen wird.

3. Grund für Trendwende: Charttechnik spricht für einen fallenden Euro

Reine Chartisten kümmern sich bekanntlich gar nicht um fundamentale Entwicklungen oder das Geschwätz von Politikern und Zentralbankbürokraten. Charttechnische Analysen basieren ausschließlich auf dem Kursverlauf und den daraus abgeleiteten Kennzahlen, eventuell ergänzt durch Umsätze und Sentimentindikatoren. Auch diese Methode funktioniert natürlich nicht immer, sie hat aber den großen Vorteil, nicht auf die Glaubwürdigkeit offensichtlich unglaubwürdiger Akteure setzen zu müssen.

Auch das charttechnische Bild spricht jetzt relativ deutlich für einen fallenden Eurokurs gegenüber dem Dollar. Der Fehlausbruch nach oben hat zu einer deutlichen negativen Divergenz des Preis-Momentum-Oszillators (PMO) geführt, den Sie im unteren Teil des Charts sehen. Außerdem hat der PMO gerade ein Verkaufssignal gegeben. Schließlich wurde die gestrichelt eingezeichnete Aufwärtstrendlinie unterschritten, und der gesamte Kursverlauf der vergangenen Wochen kann als ein sogenanntes „Ending Triangle“ interpretiert werden, das heißt als eine nach oben gerichtete Dreiecksformation, die gewöhnlich das Ende eines Aufwärtstrends signalisiert.

4. Grund für Trendwende: Sentimentindikatoren haben ebenfalls nach unten gedreht

Diese Interpretation wird durch die Entwicklung der Sentimentindikatoren überzeugend gestützt. Wie Sie auf dem nächsten Chart sehen, hat der Euro/Dollar-Sentimentindikator inzwischen nach unten gedreht, nachdem er sich ungewöhnlich lange auf einem sehr hohen Niveau aufgehalten hat. Dieser Indikator lässt viel Platz für eine Fortsetzung des noch sehr jungen Abwärtstrends.

Interessanterweise wurde dieses hohe Niveau des Sentimentindikators erreicht, ohne dass es zuvor in der Währung zu einem steilen Kursanstieg gekommen ist, sondern lediglich zu einem sehr schwach ausgeprägten Aufwärtstrend, den man seit einigen Monaten fast schon als Seitwärtsbewegung bezeichnen kann. Diese seltene Kombination aus nur schwach steigenden Kursen und deutlich zunehmendem Optimismus der Marktteilnehmer ist sehr bearish und passt wie gesagt perfekt zu einem „Ending Triangle“.


Euro/Dollar, Sentimentindikator, 2009 bis 2014

Der Sentimentindikator hat auf hohem Nievau nach unten gedreht, ein Verkaufssignal.
Quelle: Sentimentrader.com


Die Trendwende, also ein steigender Dollar, passt zum Platzen der Aktienblase

Im großen Bild kommt der hier beschriebenen Trendwende an den Devisenmärken eine wichtige Bedeutung zu: Sie bestätigt die zahlreichen Signale, die für ein baldiges Platzen der gewaltigen Spekulationsblase an den Aktien- und Rentenmärkten sprechen. Denn in Krisenzeiten gilt der US-Dollar noch immer als ein vergleichsweise sicherer Hafen.

Gerade im Vergleich zum Euro erscheint der Dollar bei allen Problemen der USA doch als die bessere Wahl. Zumal das Platzen der aktuellen Blase ganz schnell die nicht nur ungelösten, sondern sogar deutlich schlimmer gewordenen Probleme der untragbaren Staatsverschuldung zahlreicher europäischer Länder erneut sichtbar werden lassen. Der Euro ist keineswegs „gerettet“. Ich rechne weiterhin fest mit dem Auseinanderbrechen der Europäischen Währungsunion, sobald die Weltwirtschaft ihre nächste Rezession erfährt – was spätestens dann der Fall sein wird, wenn die aktuelle Spekulationsblase platzt. Die Zeichen sind so klar, dass ich meinen Lesern in Krisensicher Investieren gerade empfohlen habe, auf einen fallenden Euro zu setzen. Sie möchten auch von dieser einmaligen Gelegenheit profitieren, dann bestellen Sie jetzt Krisensicher Investieren 30 Tage kostenlos.

Das alles spricht für Gold

Für Gold, das ja der ultimative sichere Hafen in Krisenzeiten ist, wird diese Entwicklung wahrscheinlich sehr bullish sein. Dafür spricht unter anderem die große Bodenbildungsphase des Goldpreises während der vergangenen Monate, die sich ihrem Ende nähert. Wie die Geschichte zeigt, schließen sich ein steigender Goldpreis und ein festerer Dollar übrigens keineswegs aus. Und für den in Euro rechnenden Anleger ist diese Kombination natürlich besonders erfreulich.


Ihr

Claus Vogt

Chefredakteur \"Krisensicher Investieren\"


Dieser Beitrag enthält Auszüge aus dem Wochenupdate von Claus Vogts Börsenbrief KRISENSICHER INVESTIEREN, den er seit November 2013 gemeinsam mit Roland Leuschel schreibt. Hier verfolgt der ausgewiesene Börsenkenner mit spitzer Feder das Marktgeschehen und unterstützt seine Leser mit fundierten Anlageempfehlungen.

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Zum Autor:

Claus Vogt ist Buchautor (Das Greenspan Dossier, Die Inflationsfalle, The Global Debt Trap, jeweils gemeinsam mit Roland Leuschel).

Claus Vogt hat den Beginn einer langfristigen Goldhausse bereits 2001 exakt beim Tiefstkurs von 255$ vorhergesagt und gemeinsam mit Roland Leuschel im Jahr 2000 und 2007 rechtzeitig vor dem Platzen der Spekulationsblasen an den weltweiten Aktien- und Immobilienmärkten gewarnt.

Gemeinsam mit Roland Leuschel schreibt er den Börsenbrief KRISENSICHER INVESTIEREN. Lesen Sie in der aktuellen Ausgabe von KRISENSICHER INVESTIEREN, dem Börsenbrief, der Ihr Vermögen schützt und bewahrt, folgende Themen: „Vermutlich wird Frankreich das Euro-Experiment beenden“; „Zeichen für Topbildung des S&P 500 mehren sich“; „Fed nimmt Fuß vom Gas: Crash-Gefahr steigt“ und zwei interessante Neu-Empfehlungen.

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