Von Errol
2012-09-11 07:13:24
http://german.ruvr.ru/radio_broadcast/4004944/87593586.html

Kommentar: Fast unglaublich, passt aber genau in die Volk- und Landesverräterische Politik der BRD. Man lässt relativ sichere
Atomkraftwerke abschalten, und stationiert dafür die wesentlich gefährlicheren Atomwaffen der Besatzungsmacht. Und Österreich, seit Jahrzehnten von den Bilderbergern und Marionetten der NWO regiert, protestiert pro forma gegen die Atomkraftwerke in Tschechien, akzeptiert aber stillschweigend die Atomwaffen der US Besatzungsmacht nur wenige Kilometer entfernt.

Das erinnert uns an einen Ausspruch des bekannten römischen Politikers und Redner Marcus Cicero (42 BC):

Eine Nation kann Idioten und Deppen in der Politik überleben, auch ambitionierte und hirnlose, aber sie kann Verräter im eigenen Volk nicht überleben. Ein Feind an der Türschwelle ist bekannt und berechenbar, aber die wahren Verräter am Volk bewegen sich innerhalb deiner Grenzen und beeinflussen auch die höchsten Kreise der Regierung. Nur in Deutschland (und Österreich) anno 2012 findet man die wahren Verräter nicht so sehr unter uns, sondern an der Spitze der Regierung, Banken, Medien und Wirtschaft. Das ist der Unterschied zwischen Rom 42 BC. und Deutschland 2012.

Die Regierung Deutschlands hat zugestimmt, dass die auf deutschem Territorium stationierten amerikanischen Atombomben weithin hier bleiben.

Diese Entscheidung wurde getroffen, obwohl der Außenminister der BRD und Parteichef der Freien Demokraten Guido Westerwelle bei seinem Eintritt in die Koalition mit der CDU Angela Merkels den Abzug der US-Atomwaffen aus dem Lande zu einem Kernziel der deutschen Außenpolitik erklärt hatte. Dieses Ziel wurde sogar im Koalitionsvertrag verankert.

„Jetzt stellt sich heraus, dass die Bundesregierung bei der Nato eingeknickt ist … Die schwarz-gelbe Bundesregierung hat sich in aller Stille von einem ihrer wichtigsten außenpolitischen Ziele verabschiedet“, schreibt die Zeitung Frankfurter Rundschau. Berlin hat nicht nur der Forderung nachgegeben, die US-Atomwaffen auf deutschem Boden zu lassen, sondern erklärte sich auch bereit, für die damit verbundenen Kosten Millionen Euro auszugeben.

Es geht um die US-Atombomben des Typs B61, die sich auf dem Luftstützpunkt bei Büchel im Bundesland Rheinland-Westfalen befinden. Es soll sich um 10 bis 20 Atombomben handeln. Wie die „Frankfurter Rundschau“ betont, sollen diese Bomben nicht einfach nur auf dem Territorium des Landes bleiben, sondern modernisiert werden, wofür die USA 4 Milliarden Euro ausgeben wollen. Wie Experten sagen, würden diese Bomben dann nicht einfach „nur fallen“, sondern auch manövrierfähig sein. Deutschland seinerseits beabsichtigt, 250 Millionen Euro bereitzustellen, um die amerikanischen Tornado-Kampfflugzeuge bis zum Jahr 2024 einsatzbereit zu halten. Diese moralisch bereits veralteten Flugzeuge sollen die Bomben in ihr Einsatzgebiet bringen.

Wie die Zeitung in ihrem Kommentar zu diesem Thema bemerkt, sei die Entscheidung des Merkel-Kabinetts nicht nur für den FDP-Chef und Außenminister Guido Westerwelle eine „große, persönliche Niederlage“. Die Zeitung meint, „viel schwerer wiegt, dass diese Entscheidung auch eine große Niederlage für den Rest der Nato bedeutet. Die meisten Mitgliedsländer glaubten, sie bräuchten die Bomben, um die USA auch in Zukunft an Europa zu binden.“ Eben um ihre Sicherheit angesichts der berüchtigten „Bedrohung aus dem Osten“ zu gewährleisten. Aber heute existiert kein Feind in Gestalt des Warschauer Vertrages mehr. Trotzdem beeilen sich die Amerikaner nicht, ihr Atom-Gepäck aus Europa abzuholen.

Nach den Angaben der Massenmedien befindet sich gegenwärtig der größte Teil der amerikanischen Atomsprengsätze – 62 % - bei den Luftstreitkräften der USA. Ein Teil davon wird auf sieben Luftstützpunkten in den USA gelagert, der restliche Teil – auf acht Nato-Stützpunkten in Europa und Asien. Nach verschiedenen Einschätzungen sollen sich 180 bis 200 Atomsprengköpfe unter verstärkter Bewachung in Depots von Nato-Truppenteilen befinden, und zwar in Belgien, Großbritannien, Deutschland, Italien, den Niederlanden und in der Türkei. Die Frage ist, für welchen „schwarzen Tag“ in Europa heute diese Atombomben gelagert werden? Igor Korotschenko, der Vorsitzende des gesellschaftlichen Rates beim russischen Verteidigungsministerium und Chefredakteur des Journals Nazionalnaja oborona, hegt diesbezüglich keinerlei Zweifel.

„Die Amerikaner lassen ihre taktischen Atomwaffen in Europa, sie reservieren sie für den Fall möglicher Kampfhandlungen. Es ist kein Geheimnis, gegen wen diese Kampfhandlungen geführt werden, - gegen die Russische Föderation. Die Nato betrachtet nach wie vor ihre taktischen Kernwaffen in Europa als ein Gegenpotential, um sie im Fall eines realen Krieges, sollte das die Lage erfordern, einzusetzen. Und als potentiellen Gegner betrachtet man Russland.“

Der Gerechtigkeit halber sei bemerkt, dass manche europäischen Bündnispartner, wie zum Beispiel Frankreich, die Türkei und die Länder des Baltikums, selbst darauf bestehen, US-Atombomben in Europa zu lagern. Man kann natürlich eine fremde Waffe für eine gewisse Zeit in der eigenen Wohnung aufbewahren. Aber was wird, wenn deren Besitzer dann aus Ihrem Fenster damit zu schießen beginnt?