Von Errol
2012-09-01 13:27:21
Smart TVs im Fokus von Online-Kriminellen

Kommentar: Von nur mehr ganz wenigen Lesern als hoffnungsloser Verschwörungs-Theoretiker bezeichnet, erfüllen sich unsere Voraussagen und Zukunfts-Prognosen mit immer schnelleren Tempo. Orwell 1984 in Ihrem Wohnzimmer oder/und Schlafzimmer. Ihr Sexakt oder was auch immer Sie in Ihrer Wohnung veranstalten – tausende Augen können ohne ihr Wissen und Einverständnis zusehen. Mit etwas Glück erscheinen dann die Aktionen dank Facebook auch auf Millionen iPhones. Schwachsinn? Mitnichten, wer hätte vor 12 Monaten gedacht dass auch iPhones trojanisiert werden können.

Smart TVs sind Fernseher mit einem integrierten Computer. Anwender nutzen die internetfähigen TVs zum Surfen im Internet, installieren Apps oder setzen die modernen Geräte dank integrierter Video-Kamera und Skype für Video-Telefonie ein.
Würde es Angreifern gelingen, die internetfähigen Geräte mit Schadcode zu infizieren, würde sich das für die Täter in mehrfacher Hinsicht lohnen: Von Datendiebstahl, über das Ausspähen des Wohnzimmers per Smart TV Kamera, bis hin zur Einbindung in Botnetze oder die Nutzung der geballten Rechenpower zum Knacken von Zugangsdaten, ist alles denkbar.

Potential für einen neuen Schadcode-Hype

Smart TVs erschließen kommerziellen Anbietern eine vollkommen neue Nutzergruppe: Menschen, die zuvor keinen Computer einsetzten oder nicht im Internet unterwegs waren, sind dank Smart TV jetzt online. Aber auch das bisherige Nutzerverhalten der Internet-Community könnte sich generell verändern: Wurde bisher ein Notebook oder ein Tablet-PC zum Surfen auf der Couch eingesetzt, könnten es zukünftig Smart TVs sein.
Das Tablet oder das Smartphone wird hierbei lediglich zur Steuerung und als komfortable Tastatur eingesetzt. Ein enormes Kundenpotential für Shopping- Portale und für Anbieter kostenpflichtiger Dienste, wie beispielsweise Video-on- Demand Services.
Neue Zielgruppe: Dank Smart TVs erschließt sich den Tätern eine völlig neue Zielgruppe: Menschen, die bisher keinen Computer im Haushalt für das Internet nutzten, sind jetzt online. Die Zahl der internetfähigen Geräte multipliziert sich ebenso, wie die Online-Zeit der einzelnen Nutzer.
Bezahldienste: Viele Smart TV-Nutzer könnten zukünftig den Fernseher statt den Computer zum Shoppen einsetzen und diesen auslassen. Wie bei PCs und Smartphones, sind persönliche Zugangsdaten der Besitzer, wie Login-Daten von kostenpflichtigen Angeboten oder von E-Mail-Konten, für Kriminelle bares Geld wert.
Angriff per Smart-TV: Die Grafikprozessoren in den Fernsehern sind sehr leistungsfähig und eignen sich hervorragend zum Brute-Forcen von Passwörtern. Ein entsprechendes Botnetz von Fernsehern könnte die Dienstleistung Passwörter knacken sehr günstig und schnell erbringen.
Private Daten im Visier: Viele Hersteller rüsten Geräte bereits mit einer integrierten Kamera und Skype aus. Hier besteht die Gefahr, ungewollt zum Medienstar zu werden, falls es den Tätern gelingt den Fernseher unter ihre Kontrolle zu bringen. Neben dem Verlust der Privatsphäre können Cyber-Kriminelle beispielsweise Informationen über die Wohnungsausstattung anderen Kriminellen anbieten und verkaufen – die Folge: Einbrecher schauen einfach vorher nach, wie die Wohnung aussieht, wer zu Hause ist, unter welcher Matratze sich das Geld befindet und ob sich ein Einbruch lohnt.
Quelle: u.a. G Data