Von Errol
2010-09-09 14:38:46
Pro-Aurum

pro aurum Edelmetalle. Münzen. Barren. pro aurum Marktkommentar

Gold vor Allzeithoch - Basel III - USA weiter abwärts

In eigener Sache: Am verkaufsoffenen Samstag, den 11. September 2010 von 9 - 14 Uhr, bieten wir Kunden im Goldhaus in München diverse Goldmünzen als Sonderaktion an. Sammler können sich an diesem Tag ihre Münzen kostenlos bewerten lassen. Mehr Informationen unter: http://www.proaurum.de/fos.html

Sehr geehrte Damen und Herren,

derzeit wird in Basel das neue Regelwerk „Basel III“ erstellt, das die Bankenwelt widerstandsfähiger gegen Krisen machen soll. Die Banken selbst haben ein vitales Interesse daran, dass das Kreditgeldsystem solange wie irgend möglich weitergeführt werden kann, weshalb man in einem ersten Grundlagenpapier eine doppelt so hohe Eigenkapitaldeckung wie bisher ab 2013 vorsieht. Die Mindestkapitalquote soll von vier auf sechs Prozent der risikogewichteten Aktiva erhöht werden, ein Kapitalpuffer von drei Prozent sowie ein antizyklischer Puffer von weiteren drei Prozent soll zusätzlich hinzukommen.

An dieser Strukturierung sieht man, dass jene Regulierer, die nicht Gegner, sondern Unterstützer der Banken sind, ganz genau wissen, worin die Ursache der Finanzmarktkrise liegt. Kaum eine Bank kann diese neuen Kriterien erfüllen und in der Tat würde das das Zirkulationskreditsystem stabiler machen als jetzt. Diese Eigenkapitalquoten können jedoch nur durch eine Rückführung von Krediten und/oder eine weitere Monetarisierung durch die Zentralbanken mit einhergehender Abwertung der Währung erreicht werden. (Der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV) hat errechnet, dass sich das Kreditangebot der Sparkassen um mehr als 200 Mrd. Euro infolge von Basel III verknappen müsste.) Da das Erstere im aktuellen Umfeld unwahrscheinlich erscheint, bleibt nur die zweite Option der Sozialisierung von Schulden über den Steuerzahler.

Um diese Krise zu beenden und künftige Krisen zu verhindern muss nicht unnütz und kompliziert an diesem untragbaren System geschraubt werden. Es reicht, wenn man das Monopol des Euros bricht und andere Währungen in einem freien Wettbewerb zulässt sowie den Unternehmen gestattet, selbst für Ihre Fehler geradezustehen. So oder so, beides führt dazu, dass der Goldpreis weiter fundamental und nachhaltig steigen wird.

Keine Aussicht auf wirtschaftliche Erholung in den USA

Der amerikanische Präsident ist in den Wahlkampf eingetreten und plant nun milliardenschwere Investitionen in die marode Infrastruktur des Landes. 50 Milliarden US-Dollar sollen in den kommenden sechs Jahren in den Bau und die Sanierung von Straßen, Gleisen und Landebahnen gesteckt werden. Damit solle in Amerika „die beste Infrastruktur der Welt“ errichtet werden“ und dabei „das Haushaltsdefizit nicht noch weiter in die Höhe getrieben werden“. Es gibt einen Grund, warum diese Straßen marode sind und natürlich wird dieses Jobprogramm auf Pump finanziert werden. Dafür kann ein Heer von Arbeitslosen unproduktiv an den Bedürfnissen der Bevölkerung vorbei beschäftigt werden. Dieses Programm ist für den politischen Erfolg notwendig, da die Arbeitslosigkeit in den USA auf einem Rekordhoch verharrt. Diese stieg im August zum Vormonat saisonal bereinigt nach der Bemessungszahl U-3 um 0,1 Prozent auf 9,6 Prozent an, wobei die breiter gefasste und besser vergleichbare Arbeitslosenquote U-6 um 0,2 Prozent auf 16,7 Prozent anstieg.

Damit kann die Regierung die Erwerbstätigkeit stützen, als auch die Blase in der Baubranche aufrecht erhalten. Weiterhin sollen Unternehmen um 100 Mrd. US-Dollar steuerlich entlastet werden, wenn diese in Forschung und Entwicklung investieren.







All diese Maßnahmen können nicht für eine nachhaltige Wirtschaftsentwicklung sorgen, doch werden diese über Transmissionsprozesse zu weiter steigenden Inflationsraten und somit weiter steigenden Edelmetallpreisen führen. Die Empfehlung des ehemaligen Vize-Chefs der US-Notenbank, Donald Kohn, bei einem künftigen Kauf von Staatsanleihen keine Grenzen mehr zu setzen, unterstützt diese Erwartung. Auch der Notenbank-Chef der Filiale in St. Louis, Bullard, sprach sich kürzlich für einen noch stärkeren Aufkauf von Staatsanleihen durch das FED-System aus.

Abwertung der Silber 10er in 2011

Aus einem bisher unbestätigten Schreiben der Bundesbank (Dank an P. Boehringer) geht hervor, dass die 10€-Gedenkmünzen, die in der Bundesrepublik offizielles Zahlungsmittel sind, im kommenden Jahr 2011 abgewertet werden. Wie zu den Endzeiten des Römischen Reiches wird die Qualität des ohnehin wenig vorhandenen, echten, offiziellen Geldes in der Bundesrepublik verschlechtert indem man dem edlen vermehrt unedles Metall beimischt und somit dessen inneren Wert verringert. Diesen Schritt machte die Bundesbank bereits Ende der 70er Jahre mit den 10 DM-Gedenkmünzen und war aufgrund der starken Abwertung des Euro seit seinem Bestehen und dem einhergehenden Silberpreisanstieg abzusehen. So soll ab dem kommenden Jahr das Silberverhältnis der Münze von 925 auf 625 Teile und das Gewicht von 18 auf 16 Gramm reduziert werden. Die neuen Silber-Zehner hätten dann bei einem aktuellen Silberpreis von 15,70 € nur mehr einen inneren Edelmetallwert von 5,05 €. Die bisherigen 10 €-Gedenkmünzen haben hingegen einen aktuellen Silberwert von 8,40 €.

Weitere Beobachtungen

China verknappt den Export von seltenen Erden von 28.000 Tonnen im Vorjahr auf nur noch 8.000 Tonnen in diesem Jahr. China liefert 97 Prozent der seltenen Erden, die für viele neue Technologien gebraucht werden.
Russland verlängert das Exportverbot für Getreide bis Ende 2011.
Die Auftragseingänge der deutschen Industrie sind preis- und saisonbereinigt im Juli zum Vormonat um 2,2 Prozent gesunken. Der Juniwert wurde hingegen um 0,4 Prozent nach oben revidiert.
Die Leitzinsen in der Europäischen Währungsunion bleiben auf dem Rekordtief von einem Prozent. Trichet betonte, dass die EZB kein Signal in Richtung einer Änderung des Leitzinses geben will. Der EZB-Präsident warnte weiterhin davor, dass sich die Wirtschaftskrise zu einem verlorenen Jahrzehnt entwickeln könnte.
Der Internationale Währungsfonds (IWF) warnte, dass Griechenland, Italien, Portugal und Japan am stärksten Gefahr liefen, ihre fiskalischen Spielräume zu verlieren. Bedrohte Länder seien außerdem die USA, Großbritannien, Spanien, Island und Irland.
Frankreich und Deutschland forcieren weiterhin das Verbot von Leerverkäufen in Brüssel. Die EU-Kommision lenkte jetzt ein. Da nun nicht nur ungedeckte, sondern auch gedeckte Leerverkäufe von Aktien, europäischen Staatsanleihen sowie Kreditversicherungen verboten werden sollen, geht dies viel zu weit, was dem Wohlstand der europäischen Bürger weiter schaden wird.
Deutschland will die französische Initiative gegen „Spekulanten“ im Rohstoffhandel unterstützen. Man wolle die Preisschwankungen auf den Energie- und Rohstoffmärkten begrenzen. Dies sollten Maßnahmen eines planwirtschaftlich gelenkten Landes sein und nicht die eines mutmaßlich freien Landes, einer mutmaßlich freien Gemeinschaft. Hintergrund dürften künftige Preisfixierungen sein die katastrophale Auswirkungen auf die Versorgung der europäischen Bevölkerung haben könnte.
Ron Paul, der Ex-Präsidentschaftskandidat, der eine Überprüfung der US-Goldreserven fordert, hält es für möglich, dass sich in Fort Knox und in der Federal Reserve überhaupt kein Gold mehr befindet.
Die Unternehmensinsolvenzen in der Bundesrepublik stiegen im 1. Halbjahr 2010 um 2% im Vergleich zum ersten Halbjahr 2009.

COT Daten




Die Edelmetalle verhielten sich in der Woche zum 31. August 2010 durchweg konvergent zu der Positionierung der spekulativen Anleger. Die Long-Positionen beim Gold an der Terminbörse COMEX stiegen um 7,67 Prozent 284 Tsd. Kontrakte bei einem Preisanstieg von 1,53 Prozent. Beim Silber stieg der Preis um über 5 Prozent bei einem Positionsanstieg von 16,76 Prozent. Der Ölpreis zeigte zur Vorwoche relative Stärke und konnte trotz eines Abbaus der Long-Positionen um 46,71 Prozent um 0,3 Prozent zulegen. Der Ölpreis ist derzeit zum Gold unterbewertet, sodass das Preisniveau von 70 US-Dollar derzeit nicht gefährdet ist. Die relativ hohen Positionen der Spekulanten stützen einen weiteren Anstieg der Edelmetallpreise zwar nicht, stehen einem Anstieg aufgrund der fortgeschrittenen Marktphase jedoch auch nicht im Weg.




Daten: CFTC , pro aurum Research

Technische Analyse

Der Goldpreis in US-Dollar steht heute kurz davor auf Tagesschlusskursbasis ein neues Allzeithoch zu erreichen. Seit unserer letzten Goldanalyse vor drei Wochen konnte dieser weiter zulegen. Nachdem der Goldpreis vor sechs Wochen ein Dreimonats-Tief in Euro und in US-Dollar erreichte und dieses Niveau als Kaufniveau veröffentlicht wurde, konnte dieser um fast 100 Euro oder 90 US-Dollar, bei einem gleichzeitig schwächeren Euro, zulegen. Die Möglichkeit, dass die Widerstände bei 1.260 USD / 1.050 € signifikant gebrochen werden und die Edelmetalle vor einer neuen Haussebewegung stehen, sind gut. Das Sentiment ist gut, der Markttechnik ist neutral und die Saisonalität beginnt langsam für steigende Goldpreise zu spielen.

Die Gefahr, dass ein von den Regierungen zugelassener Fall der Standardaktienmärkte die Edelmetallpreise erst einmal mit nach unten reißt, schwebt grundsätzlich weiterhin über dem Rohstoffmarkt, doch ist dieses Szenario aufgrund der angespannten Situation des Kreditgeldsystems zunehmend unwahrscheinlich geworden.




Erstellt mit TaiPan - Lenz+Partner AG







Fazit: Die saisonal starke Jahreshälfte im Edelmetallbereich hat eben begonnen, da beispielsweise die Schmuckproduktion in Italien wieder verstärkt wird oder die Münzprägeanstalten mit der Produktion der 2011er Münzserien beginnen und sich dafür an den Terminmärkten mit Gold eindecken müssen. Die fundamentale Lage für weitere Edelmetallpreisanstiege verbessert sich zunehmend, da auch die Volkswirtschaften zunehmend politisch geplant werden. Mittel bis langfristig sind stark steigende Edelmetallpreise, mit Gold als Vorläufer, zu erwarten. Die strategische Chance für einen taktischen Einstieg in Edelmetalle ist weiterhin überaus gut. Derartige Chancen, in Form der letzten Kursrücksetzer, sollten genutzt werden, um weiterhin physische Bestände als Inflationsschutz aufzubauen und um dann von einem realen Preisanstieg zu profitieren. Die nächsten sechs Monate könnten enorme Preisanstiege im Edelmetallbereich mit sich bringen.








München aktuell

In der vergangenen Handelswoche verzeichneten wir einen ruhigen physischen Handel in unseren Lokationen. Auffallend viele Kunden nutzen die neuen Allzeithochs bei Gold und Silber zum Verkauf anstatt zum Kauf. Auf drei Kunden, die bei uns kauften, kamen zwei Kunden, die sich von Ihren physischen Edelmetallbeständen trennten. Sollten Sie auf diesem Niveau ihr Gold veräußern müssen, so können Sie auch einfach, schnell und bequem online über unsere Internetseite zu ständig aktualisierten Preisen an uns verkaufen oder einfach direkt am Schalter in einer unserer Filialen. Die gefragtesten Investmentprodukte waren die Sonderaktionen zu den Goldmünzen Nugget/Känguru als auch der Philharmoniker in Gold und Silber. Die Versorgungslage mit Edelmetallen ist bei uns als auch bei den Produzenten und Lieferanten derzeit sehr gut. Der physische Edelmetallhandel unterstreicht noch einmal, dass wir meilenweit von irrationalen Überschwängen in Form einer Blase entfernt sind.

pro aurum value GmbH aktuell

Veranstaltungshinweise:

Exklusiv-Vortrag über die aktuelle Kapitalmarktsituation mit Fondsmanager Uwe Bergold
(nähere Informationen unter http://www.proaurum.de/investmentfonds/aktuell.html).

Wann: Dienstag, 21. September 2010
Beginn: 18:30 Uhr
Ort: Annahof, Annahof 4, 86150 Augsburg

Wir freuen uns auf Ihre Zusage bis spätestens 17. September 2010.
Bitte beachten Sie, dass die Teilnehmerzahl begrenzt ist. Wir empfehlen Ihnen sich möglichst frühzeitig mit dem Anmeldeformular unter http://www.proaurum.de/investmentfonds/aktuell.html anzumelden oder senden Sie uns ein E-Mail mit Ihrer vollständigen Adresse an fonds@proaurum.de.


Vortragsreihe mit pro aurum Finanzmarktanalyst und Autor des wöchentlich erscheinenden Marktkommentars Herrn Markus Blaschzok.
(nähere Informationen unter http://www.proaurum.de/investmentfonds/aktuell.html).

Wann: Mittwoch, 22. September – Thema: Die Edelmetall- und Rohstoffhausse: Hintergründe
und Ursachen der Weltwirtschaftskrise.
Mittwoch, 20. Oktober – Thema: Wird noch bekannt gegeben.
Mittwoch, 24. November – Thema: Wird noch bekannt gegeben.
Beginn: jeweils 18:30 Uhr
Ort: pro aurum Goldhaus, Joseph-Wild-Straße 12, 81829 München.

Wir freuen uns auf interessante Vorträge und ganz besonders auf Ihre Zusage mit dem Antwortformular bei http://www.proaurum.de/investmentfonds/aktuell.html oder senden Sie uns ein E-Mail mit Ihrer vollständigen Adresse an fonds@proaurum.de.


Anlagestrategie – Vorstellung einer konservativen Portfoliostruktur und des Konzepts unseres Fonds pro aurum ValueFlex (Vermögensverwaltungskonzept).
Erfolgreich investieren – auch in stürmischen Börsenphasen.

Referenten: Sandra Schmidt, Jürgen Birner (pro aurum value GmbH)
Wann: immer donnerstags
Beginn: jeweils 18:30 Uhr
Ort: pro aurum Goldhaus, Joseph-Wild-Straße 12, 81829 München.

Anmeldung nicht erforderlich.

Für Fragen zu den Veranstaltungen sowie zum Fonds pro aurum ValueFlex steht Ihnen Herr Birner unter der Telefonnummer 089. 444 584 – 362 oder E-Mail juergen.birner@proaurum.de gerne zur Verfügung.

Stellenangebote

Aktuell werden verschiedene Stellenangebote in unserem Haus ausgeschrieben. Mehr Informationen finden Sie in den kommenden Wochen auf unserer Internetpräsenz unter:
http://www.proaurum.de/ueberuns/stellenangebote.html

Wir wünschen Ihnen einen erfolgreichen Handelstag!


© Markus Blaschzok

www.proaurum.de


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Telefon: 089. 444 584 - 0, Telefax: 089. 444 584 - 150
eMail: info@proaurum.de, Internet: www.proaurum.de

Geschäftsführer pro aurum Verwaltungs GmbH vertreten durch:
Robert Hartmann & Mirko Schmidt
Amtsgericht München, HRA-Nummer: 82423, USt-ID: DE 813 763 204


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