Von Errol
2012-08-10 18:40:03
Bundesregierung bescheißt Soldaten und Angehörige durch die Justiz um Entschädigung und Versorgung !

Eine kleine Zusammenstellung der Un- und Todesfälle der letzten 10 Jahre

Verfasser: Wolfgang Scheffelmeier

Udo Ludwig Spiegel Redakteur berichtet im „DER SPIEGEL 4/2003“, Seite 3, dass „knallhart das Verteidigungsministerium“ im Umgang mit Hinterbliebenen und Opfern ist. Führsorgepflicht kennt der Verteidigungsminister nicht. Dass ungenügende Ausbildung, fehlerhafte Ausrüstung zu Todesfällen führen, sind jahrelange Recherchen.

Als am 06.03.02 neben Stephan Paul auch unser Sohn ums Leben kam, starben gleichzeitig am selben Tag auch Soldaten in Afghanistan. Unschuldsvermutungen, wie sich die Politiker immer wieder für ihre Parteikollegen (Mappus) aussprechen, gelten für Politiker, für Soldaten nicht. Die sind immer Schuld ! So auch bei denen, die an diesem Tag in Afghanistan ums Leben kamen.

Aus diesem Grunde habe ich mich aufgemacht zu denen in den letzten 10 Jahren, zu Verletzten und Angehörigen getöteter Soldaten und Soldatinnen und diese kontaktiert.

Verbittert war der Vater von Saskia Schwerdtfeger „Kein Wort des Bedauerns, kein erkennbares Mitleid, für die war es nur ein Vorgang!“ Keine Entschädigung oder psychologische Betreuung, Jobverlust, Anwalts- und Fahrkosten – die Familie des Opfer selbst steht vor dem finanziellen Ruin, berichtet Jan-Ingo Freise. „Mord an Bord“ so der STERN 11/2004, Seite 52. Da Saskia Schwerdtfeger ihren Dienst nicht mehr zu Ende gebracht hat, sei dies doch ein einfaches Kapitalverbrechen und so stehe ihr keine Entschädigung zu. Sie sei ja nicht im Dienst gestorben, obwohl sie ein Marineangehöriger an Bord getötet hat.

„Eine Überforderte Armee“ so berichtet DER SPIEGEL 11/2002, Seite 172. Überfordert was Ausbildung und Ausrüstung betrifft. Dass die Bundeswehr dabei Tote liefert, ist vorprogrammiert.
„Ein dunkler Tag“ DER SPIEGEL 11/2002 berichtet, dass die Bundeswehr unzureichend ausgerüstet ist. Überall herrsche Mangel. Der Sparzwang (weil die BRD kein Geld hat) zwingt die Bundeswehr, Soldaten ungeschützt in Einsatz zu schicken. Mangels Geld für Wartung und Ersatzteile im „desolaten Zustand“, so der Bericht: Kasernen verrotten, die Truppe ist schlicht überfordert. Report im SPIEGEL 9/2002.

Von Kannibalismus berichtet der Oberstleutnant Michael Lauster, in dem man Maschinen ausschlachtet, dass wenigsten ein paar funktionsfähig sind.

Fliegender Militärschrott so der CH-53 G. Seit Jahren wurde nichts mehr investiert. Unfälle werden zum Regelfall-Risiko. Damals schon haben Generäle sich bei Scharping im Balkan-Einsatz beklagt, das die „Grenze der Belastbarkeit“ erreicht seien.

Oberflächlich und lückenhaft untersuchte die STA Halle den Todesfall Sascha Sch. Vier Bundeswehrsoldaten, die zu den besten im Sanitätseinsatzverband der Kfor zählen, fahren in Prizren mit zwei T-4 Pritschenwagen los, um ein Auto in eine private Werksatt zu bringen. Was dann geschieht, ist bis heute nicht geklärt, zum Teil stimmen die Erzählungen nicht überein. Während einer Kontrolle wo das Fahrzeug wieder angefahren ist löst sich im Fahrzeug ein Schuss. Schütze K., sagt: “Scheiße das habe ich nicht gewollt!“ Sascha wird an der linken Schulter getroffen. Schwer getroffen verblutet Sascha Sch. innerlich. Der Tod des angehenden Feuerwehrmanns, so scheint es, ist einer der bedauerlichen Zwischenfälle, die in jeder Armee der Welt vorkommen, weil Junge Kerle unvorsichtig mit gefährlichen Waffen hantieren.
Der Rechtsberater der Bundeswehr faxt der STA: „Nach hiesiger Auffassung handelt es sich um einen Unfall !!“ Die Bundeswehr kann und will sich auch nichts anderes vorstellen. Im ihrem Selbstverständnis ist es gerade undenkbar, das ein Soldat einen Kamerad tötet.
Das Verfahren wäre längst mit einem geringen Strafbefehl eingestellt worden, wären da nicht die Eltern wären, die jeden Schritt des Verfahrens kritisch verfolgen und kommentieren. Markus K. wird beim Amtsgericht Halle angeklagt: „Wegen fahrlässiger Tötung!“
Doch im Prozess zweifelt der Richter am bedauerlichen Unfall. Zum Schluss kommt durch Gutachachten und Rechtsmedizin heraus: „Sascha Sch. Starb an einem aufgesetzten Schuss!“ Die Waffe wurde nicht versehentlich abgefeuert. Das war vorsätzlicher kaltblütiger Mord. Akribisch arbeitet sich der Richter durch den wirrwar. Er hat genug von den lückenhaften Ermittlungen, die Lügen und manchmal lässt Richter Braun das auch erkennen.
Detlef Geisler der Anwalt der Nebenkläger, weiß das es eine heimtückische Tat war und das die Verurteilung auf Mord enden wird.
Wie in vielen Fällen auch hier bei der Bundeswehr wird es lange dauern bis der Sumpf der Unwahrheiten trockengelegt wird, Richter Braun zweifelt nicht daran. Auch für die Vorgesetzten vor Ort wird es noch ein Nachspiel geben. DER SPIEGEL 34/2004 der „Tod eines Sanitäters“

Schläge auf den Sprengkopf, so titelte DER SPIEGEL 13/2002. Leichtsinnigkeit, Schludrigkeit und Disziplinlosigkeit sind offenbar Alltag in der Truppe. Im STERN 43/2003 wird berichtet: Weltweit – In Särgen kehren sie heim – dass die Strukturen der Armee so veraltet seien wie ihre LKW`s, die im Schnitt schon 16 Jahre vor sich hin rosten und mehr stehen als fahren. „Bloß leider ist kein Geld dafür da, Zeit knapper Kassen“.

Rendsburg/Hohn: Die Witwe eines Piloten wirft der Luftwaffe „Lüge“ vor, nachdem ein Hubschrauber LTG 63 in Hamburg abgestürzt war. Dieter Sparding Personalnr. PersABW 123 H. Schlampige Aufklärung, Beweismittel werden nicht vorgelegt. Dieter Sparding war ein außergewöhnlicher Mann mit Karriere.

Rodeo mit Raketen so DER SPIEGEL 4/2003 Seite 110 berichtet davon, auch sie „sollen selber Schuld gewesen sein!“
Den Tot von Kabul trafen auch deshalb die Deutschen und die Dänen, weil die Briten ihnen wichtige Informationen nicht mitteilten. In der Datenbank der Engländer fand sich der Hinweis, dass SA-3-Raketen besonders empfindlich „ reagieren können, wenn sie vorher „Extremer Temperaturen ausgesetzt waren.

Bei der Explosion in Kabul wird auch der Hundeführer Robert Sedlazek-Müller verletzt. Er will Schmerzengeld, die Anerkennung als Wehrbeschädigter und Schadenersatz. Geld gab’s bis heute keines, nicht einmal die erhofften Zusicherungen für die Rente.
Buch: Soldatenglück ISBN-13: 978-3-8419-0092-0

Richter weisen zwei Klagen von Strahlenopfern ab, so die Bundeswehr 10/2002. Jedoch stellt das Gericht fest, das Schmerzensgeldansprüche der Krebs-Opfer grundsätzlich bestehen können, wenn das Verteidigungsministerium sichere Erkenntnis über die Gefahren erlangt habe, so hätte es zumutbare Maßnahmen ergreifen müssen.

„Übles Spiel“ DER SPIEGEL 25/2002 mußte der Arzt und Vater des getöteten Arztes Sven Eckelmann machen. Nachdem ein Panzer über die Brücke kippte und ins 4 Meter tiefe Flussbett fiel, wurde der aus der Luke schauende Arzt getötet. „Bundeswehrversprechungen sind nicht viel wert!“ so Eckelmann.
„Unter bewusster Versagung militärischer Hilfe hat die Bundeswehr Nils Bruns Verrecken lassen“ sagt die Mutter. Nach reichlicher Überlegung und Recherche kommt sie zu der Überzeugung, dass ihr Sohn zu den gegebenen Umständen hätte verhindert werden können und müssen. DER SPIEGEL 29/2010 S.44 Die Mutter eines gefallenen will jetzt deutsche Politiker und Militärs vor Gericht bringen.
„Extreme hohe Lebensgefahr“ SPIEGEL 48/2002 und „Gefahr im Tornado“ gibt man auch hier den Soldaten die Schuld. Ein Bundeswehrvertreter äußert sich so: „Der getötet Pilot hätte angesicht der Mängel gar nicht antreten dürfen“.

„Fliegendes Flickwerk“ STERN 17/2003: Seit dem Absturz in Kabul reißen die Pannen bei dem Hubschrauber CH-53 nicht ab. Dringend benötigte Ersatzteile bleiben aus. Um über die Runden zu kommen, verwendet die Bundeswehr auch US-Import-Teile zweifelhafter Herkunft – offenbar unter Missachtung aller Sicherheitsregeln. 7 Tode zählt der Absturz am 21. Dez. 2002 in der CH – 53 in Kabul. Verteidigungsminister Struck hatte damals den Technikern die Schuld zugeschoben, die Schrauben der Antriebswellen nicht richtig angezogen zu haben.
Am 08.12.04 berichtet Köln (dpa) „die Muttern seien wegen des Materialsfehlers gebrochen“. In Wahrheit hatten sich die Amerikaner sich die Original–Teile gesichert für Ihre CH 53, während für die anderen billige Implantate besorgt wurden. „Das Versagen eine Schraubenmutter“ dazu auch Die Bundeswehr 1/2005 Seite 21

„Skandal ohne Ende“ STERN 8/2003, S.52 Die Bundeswehr behandelte einen radarkranken Soldaten als Spinner und setzt bei der Entschädigung von Strahlenopfern auf Verjährung. Über 2000 Landsleute warten auf Entschädigung und sterben täglich dahin !!!
http://www.bodoleschek.de/Verstrahlt%20und%20verheizt%20(Radarerkrankungen%20bei%20Soldaten).htm


Andre Horn starb an einer Hirnhautentzündung. Er war einer besonders aggressiv gefährlichen Form von Meningitis gestorben. Ein Flottillenarzt der Bundesmarine hatte damals für den Kosovoeinsatz eine solche Impfung gefordert. Nichts wurde seitens der Bundeswehr unternommen. Beweismaterial und Arztunterlagen wurde von der Bundeswehr gefälscht, so Udo Horn. Udo Horn erstattete Strafanzeige gegen Scharping. Weitere Soldaten erkrankten im ehemaligen Jugoslawien an Krebs, weil man sie in kontaminierte Gebiete sandte. Diese wurden aber nicht davon unterrichtet.

Nicht zu vergessen die Misshandlungen von Coesfeld, Stabsoffiziere sollen Rekruten geschlagen und getreten haben. Auch in Mecklenburg–Vorpommern in der Marineschule Parow bei Stralsund haben Misshandlungen stattgefunden, es wurden Untergebene misshandelt: Soldat des Wunstorfer Fliegerhorsts ist verurteilt. „Viel Spaß in der Hölle“ DER SPIEGEL 48/2004: In der Freiherr vom Stein Kaserne in Coesfeld: „Lieber verweigern, als da noch mal hingehen! Gefesselt, gedemütigt FOCUS 50/2004

Ostrittrum/Oldenburg: Luftwaffe muss nun alles zahlen. Da die Tiere durch Tiefflüge getötet wurden, erhält die Familie Riesmeier des Wild und Freizeitparks Ostrittrum Schadenersatz.

Tatort Bundeswehr, Eva Christ Buch: ISBN-13: 3-935277-21-0

Der Untergang der Beluga Ein Fischerkutter wird durch ein Schleppseil der Marine unter Wasser gezogen. 3 Tote. Marine bescheißt und lügt.
Buch: ISBN-13: 978-3360010285

„Gefährliche Farbtöpfe“ Die Bundeswehr 11/2004 Arbeitsplatz - Starfighter: Das Cockpit des Kampfflugzeuges war voll gestopft mit Instrumenten, die mit radioaktiv strahlender Leuchtfarbe angestrichen waren. Vor allem Instandsetzer, aber auch Piloten und Flugzeugwarte waren den Strahlen über Jahre immer wieder ausgesetzt, hat der Bund der Radargeschädigten ermittelt.

„Jetzt kam Patrik tot aus Afghanistan zurück“ SUPERillu 45/2008 Der Vater Michael Balke klagt die Bundeswehr an. Zweibrücker Bürgermeister Helmut Reichling: „ Ein Land, das in der Lage ist, dreistellige Milliardenbeträgen verzockten Finanzunternehmen unter die Arme zu greifen, in dem ein Bankvorstand in einem Jahr soviel verdient wie alle Soldaten einer kompletten Brigade zusammen, so ein Land muß in der Lage sein, seine Soldaten mit dem Besten auszurüsten, was ein Land zu bieten hat!“ Anklage des Vaters: „Der Mungo“, dieses angebliche Panzerfahrzeug ist vollkommen untauglich für den Einsatz in Afghanistan. Das wissen alle Experten, doch nichts geschieht.

„Was macht eigentlich…. Peter Hämmerle? STERN 3/2009 Ein Selbstmordattentäter mit einer Autobombe, hatte am 07.06.03 den Bundeswehrbus in die Luft gesprengt; 4 Tote, 29 zum Teil Schwerverletzte. Bei Peter wurde ein “Posttraumatisches Belastungssyndrom BTBS“ festgestellt worden, wofür Bundeswehrärzte ihm Minderung der Erwerbsfähigkeit unter 25% setzten und somit kein Anspruch hat auf Leistungen. Seither lebt er wie ein Hartz IV’er und klagt vergeblich, da Tinnitus noch nicht als Wehrbeschädigung angesehen wird.

„Es ist zum Heulen“ BILD am Sonntag 03.05.09. Am 23.06.09 starben in einem Panzer Fuchs Typ 1A7 drei Soldaten. Eigentlich ist der „Fuchs“ schwimmfähig und wasserdicht. Doch weil die Turmluke wegen des MG-Geschütz nicht geschlossen ist, dringt Wasser ein und drei Soldaten ertrinken.

Jenny Böcken, GORCH FOCK, auch hier hat die Bundesmarine bis heute gelogen und jegliche Verantwortung von sich gewiesen. Schuldig allein soll Jenny bleiben. Eltern haben Klage beim BGH eingereicht.

„Die hatten Angst“ DER SPIEGEL 4/2011 Sarah Seele stürzte aus der Takelage aus rund 27 Meter auf Deck der GORCH FOCK. Da Sarah Ermüdungserscheinungen hatte, berichtet man: „Sie seien von Anfang an gezwungen worden, bis zum höchsten Segel zu klettern.“ „Uns wurde niemals gesagt, dass das freiwillig ist.“ Beim setzen des Segels während einer Trockenübung habe sich das Seil um seine Hand verfangen, er habe sch zwei Finger gebrochen. „Ich wusste doch überhaupt nicht, was ich tun oder nicht tun sollte, wir kannten die Kommandos noch gar nicht. Uns wurde nicht erklärt, wie das Auf- und Abentern funktioniert, wir wurden einfach mit Gebrüll nach oben gescheucht.“ „Das Geisterschiff“ DER SPIEGEL 19/2011 und „Das Kirschbaumkind“ DER Spiegel 8/2011

Die Marineschule in Schleswig-Holstein: Während deutsche Betriebe sich zertifizieren lassen und die Unternehmen durch Sicherheitsfachkräfte Ihr Personal schulen, hat die Bundeswehr kein Interesse solche Richtlinien einzuführen. In gerade Menschenverachtender weise schult und übt man im Schwimmbecken, „das Anziehen des Kälteschutzanzuges in der integrierten Schwimmweste“. Obwohl Marineführung, sowie Ausbilder wissen, „daß das Anziehen des Kälteschutzes im Wasser und schon gar nicht im kalten Wasser möglich ist“, wird diese Übung durchgezogen. Das ist die größte Soldatenverarschung aller Zeiten. Wie nämlich bekannt ist: „Muß der integrierte Kälteschutz bereits an Bord angezogen werden.“ Nur dafür ist er entwickelt worden !!



Es sollte eine nur Schießübung sein auf dem Truppenplatz Bergen mit dem Schnellfeuergewehr G3. Die Schießübungen finden Tag und Nachts statt aus 6 Kampfständen zu je 2 Soldaten. Zu jedem Kampfstand war eine Schießaufsicht eingeteilt.
Vor Beginn des Nachtschießens belehrte der Kompaniechef und Leiter des Schießstandes Oberstleutnant B. die Kompanie von ca. 150 Soldaten auf einem Park- und Antreteplatz. Dabei wurde den Soldaten erklärt, dass die 6 Kampstände ca. 50 m nach vorn ins Gelände verlegt wurden. Diese seien durch Sandsäcke angedeutet. Zunächst würden die Soldaten an der sogenannten Wartelinie durch Feldwebel D. empfangen werden. Danach erfolgte die Verteilung jeweils in Zweiergruppen an die 6 Positionen an der Wartelinie. Dort befanden sich Stöcke mit fluoreszierenden Armbinden, die von Feldwebel D. für jede Zweiergruppe entsprechen jeweils angeleuchtet wurden. Von diesen Positionen heraus sollte nach Freigabe in Form eines grünen Taschenlampenlichts ca. 50 m nach vorn zu den Kampfständen gegangen werden. Dabei war zu beachten, dass der Weg über einen kleinen Bach mit einem Steg führte und die Soldaten dort bereits von einem Sicherheitsgehilfen mit einer Taschenlampe in Empfang genommen werden, um Stürze zu vermeiden, Dieser begleitete die Soldaten dann auch die letzten Meter in die entsprechenden Kampfstände. Nach selbständigem Teil- und Fertigladen des Gewehres hatten die Soldaten bei einsetzender Vorfeldbeleuchtung durch die grüne Signalmunition selbständig das Feuer auf erkannte Ziele in Form von aufklappenden Pappkameraden zu eröffnen.
Die, das so genannte 5. Rennen darstellende Gruppe begab sich an jenem Abend unter Führung des Gruppenführers Hauptgefreiter U. zum Gewehr und Munitionsempfang (20 Schuß), wurden nochmals belehrt und zu Feldwebel D geführt. Dieser hatte Unterstützung von Feldwebel B. erhalten. Die eintreffenden Soldaten des 5. Rennens wurden daraufhin von beiden in die vorgesehene Warteposition 1 und 6 verteilt. Dies erfolgte unter Anleuchtung des fluorezierenden Pflockes und den Worten „Kampfstand“.
Christian befand sich zu diesem Zeitpunkt in Schießposition auf dem Kampfstand 6 und wartete auf die Vorfeldbeleuchtung. Die beiden, hinter ihm in der Warteposition 6 befindlichen Soldaten waren aufgrund der vorausgegangenen wörtlichen Anweisung „Kampfstand 1 bis 6“ der Überzeugung, sich nunmehr im eigentlichen Kampfstand zu befinden. Selbständig luden sie ihre Gewehre G3 fertig und bei Einsetzen der Vorfeldbeleuchtung schossen beide auf vor ihnen als Pappkameraden vermeintlich ausgemachten Ziele. Die vermeintlich ausgemachten Ziele waren jedoch die Soldaten des 4. Rennens im Kampfstand 6 und der Sicherheitsgehilfe.

Insgesamt wurden aus beiden Gewehren 7 Patronen abgefeuert.

Das Ergebnis dieser Übung:
Ein Toter, unser 19-jähriger Sohn Christian und ein Schwerverletzter, der Sicherheitsgehilfe Hauptgefreiter Sch. Für die Bundeswehr sollte auch dies wie üblich „als bedauerlicher Unfall abgehackt werden!“

Mehr dazu im Anschluß und wie die Familie nach 10 Jahren immer noch damit leben muß. Siehe dazu http://www.fam-stoebe.de/cms/index.php?id=13



Struck Skandale: Deutsche Leihsoldaten im Irak-Krieg verstrahlt – Mitwirkung bei US-Einsatz von Uranbomben in Afghanistan durch Tornado-Aufklärer.

Auszug aus dem Bericht: http://www.daten-web.de/pdf/Struck-Skandal.pdf

Ein Infanterie-Zug der Bundeswehr als US-Kanonenfutter im Irak
Nach Aussagen des Unteroffiziers war es ein kompletter Zug von Soldaten der deutschen Bundeswehr (Zugstärke normalerweise zwischen 50 und 70 Mann), der im März 2003 loszog – und im Irak-Krieg an der Seite von US-Truppen dort eingesetzt wurde, wo Strahlenschäden zu erwarten waren.
Nach Aussagen des erkrankten Unteroffiziers kam es dadurch anders, als im Vorgespräch mit Bundeswehrvorgesetzten angeboten: Im Anschluss an den Dienst im Irak verstarb die Hälfte seiner deutschen Kameraden dieser deutsch-amerikanischen Sondertruppe an Krebs, offenbar verursacht durch Strahlung. Die Bundeswehr habe ihm, so sagt der überlebende Bundeswehrzeuge, zwar auch – wie allen anderen – nach Beendigung seines US-Auftrages die Rückkehr in die Bundeswehr angeboten, doch wegen seines Zustands sei ihm zunächst die Wiederaufnahme in die Bundeswehr und damit auch jegliche Fürsorge verweigert worden – und erst später habe die Bundeswehr diese Entscheidung zurückgenommen, sich um ihn gekümmert und ihn versorgt.
Traumatisierte Soldaten Erschienen in der Lippischen Landeszeitung am 19.05.10

DER SPIEGEL Redakteur Udo Ludwig, der in den meisten Bundeswehr-unfällen, auch mit Todesfolge, recherchiert hat, machte die Feststellung, dass sich das Verteidigungsministerium als Arbeitgeber „knallhart“ zeigt, wenn es um die Für- und Vorsorge von Opfern und hinterbliebenen Soldaten geht. Es ist schon traurig und scheinheilig, die Debatte um die Versorgung der traumatisierten Soldaten, die aus den Auslandseinsätzen zurückkommen und dass es schwerlich sei, geeignete Psychiater für den Dienst zu gewinnen. Zum ersten hat das Verteidigungsministerium genügend Erfahrungen aus den beiden Kriegen vorliegen und Berichte der anderen NATO - Partner von zurückkehrenden Soldaten, die unter schwersten posttraumatischen Belastungsstörungen leiden. Als Führ- und Vorsorge des Verteidigungsministeriums gehörte es bereits von Anfang an dazu, sich um die Nachversorgung und auch vor allem der Traumatisierten zu kümmern. Dass die Hardliner der Hardthöhe mit ihren Truppenpsychologen dies menschlich herunterspielen, die PTBS-Erkrankten lägen bei einem Prozent, zeigt, dass sich dort menschenverachtete Vorgesetzte sich in der Bundeswehr aufhalten. Natürlich erschwert man im Ministerium die Suche nach geeigneten Therapeuten, indem man ihnen verbietet, gegen die Auslandseinsätze zu sein. Die Psychotherapeutenvereinigung unter Angelika Claußen, wehrt sich, wenn man den Therapeuten verbieten will, kritisch über die Einsätze zu reden. Auch der Grünen-Wehrexperte Winfried Nachtwei kritisiert: „Dass das Ministerium den Ernst der Situation lange heruntergespielt hat. Wenn ich Auslandseinsätze verantwortlich vorbereite, dann gehört es auch dazu, alles zu tun für die Nachversorgung. Das wurde von Politik und Ministerium sträflich unterlassen“. Warten auf Hilfe nach dem Trauma? Wahrscheinlich bis zum Sankt-Nimmerleinstag. In der Zwischenzeit gehen aber die zurückgekehrten Soldaten vor die Hunde. Ein junger Mann, der von Beruf Metzger ist, kam aus dem Kosovo zurück und hat bis heute die Bilder und Schrecken nicht verarbeitet. Allein gelassen fühlen sich viele. Manche nehmen den Strick. Einer berichtet: „Frau weg, Kinder weg, Haus weg, alles weg“, ich habe nichts mehr zu verlieren.“
Angesicht dieser rosigen Aussichten lohnt es nicht, auch für gute Auslandszulagen, sein Leben als Soldat kurzfristig dafür einzusetzen. Damals gab es nicht den Dank des Vaterlands, heute noch viel weniger. Deshalb den Dienst verweigern. Einer Regierung in der Soldaten nichts wehrt sind, der hat man auch nicht zu gehorchen. Wolfgang Scheffelmeier

Auszug aus: Die vergessenen Toten der Bundeswehr
http://wakenews.net/die_vergessenen_Toten_der_Bundeswehr.pdf
Autor: Die Piloten starben einzeln, jeder für sich und allzu gerne wurden sie für ihren Tod selber verantwortlich gemacht: „Menschliches Versagen“ lautete das Fazit vieler Unfallberichte. So nannte ich auch meinen Roman.
Sprecherin: Ausgeblendet blieben bei diesem Fazit alle Versäumnisse auf organisatorischer Ebene, Mängel bei der Beschaffung, technische Fehlkonstruktionen und mangelhafte Standards bei der Ausbildung, für die Stäbe irgendwo im Ministerium und der Bundeswehr verantwortlich waren. Harald Meyer, ein ehemaliger Fiat G-91-Pilot, der bei der Analyse von Flugunfällen in der Bundeswehr mitwirkte, sagt, die Verantwortung sei immer den Piloten zugerechnet worden; erst 2002 habe man den Bereich „Organisation“ in die Ursachenkette von Flugunfällen aufgenommen.
Sprecherin: Die Bundesregierung nannte 1993 auf eine Anfrage der Fraktion „Die Linke“ im Deutschen Bundestag Zahlen zu den Flugzeugabstürze der Bundesluftwaffe seit den 50er Jahren: 813 „tote militärische Personen“ habe es gegeben: Die meisten von ihnen Piloten. Sie starben, weil die Maschinen technische Defekte hatten und Warte oder Fliegerleitoffiziere nicht ausreichend geschult waren für ihre Arbeit; weil die Flugzeuge nicht ausgereift waren, wichtige Instrumente wie Radarhöhenmesser oder funktionierende Schleudersitze fehlten, weil es keine zwei-sitzigen Trainermaschinen gab oder weil die Piloten nicht die notwendige Ausbildung bekommen hatten.
Sämtliche Strafanzeigen der Verletzten und Angehörigen gegen Bundes-wehr und Verteidigungsministerium werden von regierungskriminellen Staatsanwälten eingestellt werden. Die Bundeswehr darf nicht be-schädigt werden.

So erklärt sich das !!

Sprecherin: Für Bundeskanzler Konrad Adenauer war es nach der politisch heftig umstrittenen Gründung der Bundeswehr wichtig, dass Unglücke nicht auf Fehler des militärischen und politischen Systems zurückzuführen sind. In derselben Richtung argumentierte der damalige Verteidigungsminister Franz Josef Strauß, der auf vergleichbare Unglücke hinwies:

Als die Deutschen Soldaten in Stalingrad eingeschlossen waren und die Generäle Hitler die miserablen Zustände schilderten: „Kein Essen, keine Möglichkeit zum aufwärmen, kein Sprit, keine Munition!“ Trotzdem befahl Hitler: „ Durchhalten bis zum letzten Mann“ und so opferte man die ganze 6. Armee.

So skrupellos wie einst, verheizt unsere Regierung, Politiker unserer Kinder, weltweit. „Verbrecher sind solche“, so ein Urteil der Italiener: „Wer ungeschützt Soldaten ins Feld schickt, so sei dies ein Verbrechen !
http://www.currentconcerns.ch/index.php?id=709

http://duckhome.de/tb/archives/5107-Depleted-Uranium-italienischer-Soldat-erhaelt-545.000-Euro-Schadensersatz.html

Abgesehen davon, war Afghanistan die größte Lüge der Regierung. Düttenhöffer
http://nutze-deine-freiheit.blogspot.de/2010/04/die-afghanistan-luge.html
Die Afghanistan-Lüge ist jetzt amtlich
http://www.stern.de/politik/ausland/wikileaks-papiere-die-afghanistan-luege-ist-jetzt-amtlich-1587521.html


Wo aber nicht gespart wird ist an der Ausrüstung (Waffenausrüstung) der Marine um die Ressorcen für die heimische Wirtschaft zu sichern. Wenn auch mit Waffengewalt. Vorbild Amerika !


Während einer Veranstaltung der Landsmannschaft Ulmia Tübingen am 29.Januar 2007 äußerte sich ehemaliger Ministerpräsident (CDU) Günther Oettinger über die Wettbewerbssituation in Deutschland:
„In einer Wohlstandsgesellschaft gibt es weniger Dynamik als in den Aufbaujahren nach dem Krieg. Wir sind in der unglaublich schönen Lage, nur von Freunden umgeben zu sein. Das Blöde ist, es kommt kein Krieg mehr. Früher, bei der Rente oder der Staatsverschuldung haben Kriege Veränderungen gebracht. Heute, ohne Notsituation, muss man das aus eigener Kraft schaffen.“[



Anlage: Die vergessenen Toten der Bundeswehr von Jochen Rack
Struck-Skandale von Christoph Hörstel


Mehr unter www.fam-stoebe Familie Stöbe heute.de
Diese Gedenkseite ist Christian gewidmet.
Sie zeigt den Kampf unserer Familie: Kampf ums Überleben, Kampf gegen das Vergessen von Christian, Kampf gegen die Ungerechtigkeiten, Kampf gegen Unverständnis, Ignoranz, Unachtsamkeit. Gleichzeitig soll sie auch Mahnung sein, sorgsam mit menschlichem Leben umzugehen und sie soll aufrufen, sich verantwortlich zu fühlen, Verständnis und Toleranz zu üben. Den 10. Todestag von Christian haben wir als Anlass für diese Internetseite gewählt. Die „runden“ Zahlen stehen oft im Mittelpunkt des menschlichen Lebens. Warum nicht auch ein „runder Todestag“? Wir möchte uns bei all den Menschen bedanken, die uns in diesen 10 Jahre begleitet oder verlassen haben. Wir haben von Euch allen lernen dürfen.10 Jahre sind vergangen. Viele meinen, das sei eine lange Zeit. Zugegeben, auch wir können an manchen Tagen die Ereignisse mit einem gewissen „Abstand“ betrachten, an anderen Tagen ist es, als sei es gerade erst passiert. Wie oft haben wir gehört, es sei Zeit, den Tod von Christian zu „verarbeiten“. Besonders mir als Mutter wird das oft vorgeworfen. Ich müsse Christian „loslassen“, Frieden schließen zwischen ihm und mir. Dann erst könne auch Christian in Frieden ruhen. Wie macht man das: Den Tod des eigenen Kindes verarbeiten, Frieden schließen? Das hat mir keiner erklärt. In vielen schlaflosen Nächten denke ich darüber nach. Ich bin zu der Erkenntnis gekommen, nicht ich soll meinen Frieden finden, sondern die „anderen“ wollen ihre Ruhe haben ! Wie wäre es sonst zu erklären, dass gerade diese Menschen mit ihren Ratschlägen uns keine konkrete Hilfe angeboten haben, nicht bei uns geblieben sind, vielleicht nur mal zugehört hätten? Der Tod Christians war nur ein Augenblick, der tote Christian ist unser Leben. Es hat mich krank gemacht, die Wanderung zwischen den Wünschen und Vorstellungen der „Außenstehenden“ und meinen persönlichen Empfindungen. Es ist unmöglich, so zu sein, dass andere Menschen von meiner Trauer nichts spüren. Ich bin still geworden, damit sie ihren „Seelenfrieden“ finden. Erst kürzlich wurde mir wieder gesagt: „Das menschliche Leben wird durch andere Menschen bestimmt. Das müsse man eben akzeptieren“. Ich bekommen ein schlechtes Gewissen, wenn ich feststelle, dass ich anders denke. Dann möchte ich denen zurufen: Erfahrungen sind erst die eigenen, wenn man sie selbst gemacht hat!. Doch ich traue mich oftmals nicht mehr. Wie kann man den Tod des eigenen Kindes „Verarbeiten“ wenn noch so viele Fragen offen sind:
Was begleitete uns die vielen Jahre?
• Das Leben geht weiter
• Auch wenn Ihr Christian nicht mehr sehen könnt, anfassen könnt, riechen könnt, hören könnt, er ist doch in euren Herzen
• Ach, reden sie doch mal von was anderem
• Ihr habt doch noch ein Kind
• Wer weiß, was ihm alles erspart geblieben ist
• Das ist nun euer Schicksal.....
und wie begegnete man uns?
• Menschen, die uns kennen, haben die Straßenseite gewechselt, um uns nicht zu treffen
• sie gingen im Einkaufsmarkt an eine andere Kasse, als ich mich hinter sie stellte
• oder sie haben gänzlich den Kontakt mit uns abgebrochen
Ein Herz kann man nicht abhärten und empfindungslos machen. Es lässt sich auch nichts vorschreiben. Christian muss ein Bestandteil unseres Lebens bleiben, wie Eure Kinder ganz selbstverständlich ein Bestandteil von Euch sind. Sehr schwierig sind für uns die Feiertage, Geburtstage und Todestage. Besonders in der Weihnachtszeit hört man die Rufe nach Toleranz und Verständnis, für die, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen. Gerade da bleiben wir besonders allein. Die Folgen einer Extrembelastung wie der Tod eines Kindes sind vielfältig (Verlust an Lebensfreude, ängstliche Unruhe, zermürbende Schlafstörungen, Angstträume, Schreckhaftigkeit, Angstattacken, Missempfindungen und Schmerzen, Konzentrationsstörungen, Schuldgefühle). Auch wir sind davon nicht verschont geblieben. Am schlimmsten empfanden wir das kurz aufwallende Mitgefühl der Umgebung einschließlich nahe stehender Menschen und die darauf folgende Stille. Es entstand das Gefühl, wir belasten die anderen mit unserer Trauer unnötig. Alle kehren zum Tagesgeschäft zurück und das erwartet man auch von uns. Aber der eigentliche Grund ist die Unfähigkeit der Beteiligten, sich solche Situation überhaupt vorstellen zu können, geschweige denn zu helfen. Und diese Belastungen haben natürlich auch Auswirkungen auf die berufliche Situation. Welcher Arbeitgeber bringt Verständnis für Leistungsabfall und Arbeitsausfall auf, vielleicht auch über eine längere Zeit? Heute muss man dynamisch sein, jung bleiben, leistungsstark sein und in die vorgegebenen betrieblichen Strukturen passen. Der Arbeitsmarkt ist gnadenlos. Mein Mann hat es erfahren. Und ich (Mutter von Christian) bin im öffentlichen Dienst bei einem Amtsgericht ( mittlerer Dienst) beschäftigt. Mir ist eine Beförderung bislang verwehrt worden, weil ich die bestehenden Beförderungsrichtlinien nicht 100% ig erfülle. Da interessiert es auch niemanden, dass ich bei Dingen, die mir möglich sind, mehr leiste, als andere. In der Begründung hieß es: Aus Gleichbehandlungsgründen können dabei persönlich und soziale Aspekte nicht berücksichtigt werden. Ja, Gerechtigkeit muss sein. Im Gegensatz dazu erlebe ich tagtäglich, welche Unterstützung Bürger bei uns bekommen können .Im Sommer 2001 ist unsere kleine Familie umgezogen ins Randgebiet von Leipzig. Christian ist mit uns gekommen. Dies ist nun die Gelegenheit, uns bei den Menschen zu bedanken, die uns geholfen haben, so dass es irgendwie weiterging. Dazu zählt auch unsere Selbsthilfegruppe der „Verwaisten Eltern“ in Leipzig
Mit dieser Internetseite haben wir unserem Sohn seinen Namen und seinen Platz in unserem Leben wiedergegeben. Christian, wir sind stolz auf Dich und wir vermissen Dich so sehr. Und ein besonderes „Dankeschön“ gilt auch unserem jüngeren Sohn Martin. Der Tod von Christian hat ihn geprägt und ihm ein Stück seiner Kindheit geraubt. Martin hat sein Abitur mit guten Leistungen bestanden und ist heute als Physiotherapeut tätig.
Wir sind stolz auf Dich - Martin - und freuen uns, dass wir so einen liebenswerten Sohn haben.
Kinder ändern alles, besonderes wenn sie sterben
Wer das versteht, der weiß,
wie es war
wie es ist
wie es sein wird mit und ohne Christian. Renate, Peter und Martin Stöbe
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ISBN: 978-3-86153-513-3










Seemacht Deutschland
Die Hanse, Kaiser Wilhelm II. und der neue Maritime Komplex
Schon zwei Mal war Deutschland eine Seemacht. Die Hanse prägte 500 Jahre europäischer Geschichte und gilt heute als Vorbild für Europa. Das Flottenprogramm Kaiser Wilhelms II. endete dagegen im Ersten Weltkrieg. Von der Öffentlichkeit unbemerkt, schickt sich das wiedervereinte Deutschland nun zum dritten Mal an, als Seemacht auf der Weltbühne eine Hauptrolle zu spielen. Die Containerschiff-Flotte des Exportweltmeisters ist heute die größte der Welt, und 2009 wird die Marine mit dem Bau neuartiger Marathon-Fregatten beginnen, den teuersten Waffensystemen in der deutschen Geschichte.
Hermannus Pfeiffer beschreibt die Seemacht Deutschland vom Mittelalter bis zur Gegenwart, schildert, wie unter den Kanzlern Gerhard Schröder und Angela Merkel ein Netzwerk aus Politik, maritimer Wirtschaft und Marine entstanden ist, und benennt die geostrategischen Risiken, die mit diesem Maritimen Komplex und der Aufrüstung verbunden sind.